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Mar 20, 2009
Gemeinsame Umgebung für Fachabteilung und IT-ManagerMit den Modulen Business Process Management und Business Rules Management hat SAP die Technologieplattform Netweaver erweitert. Geschäftsprozessexperten entwerfen damit Abläufe und führen sie aus.Standardisierte Geschäftsabläufe senken die Kosten, doch Wettbewerbsvorteile lassen sich am ehesten durch individuelle Prozesse erlangen. Idealerweise brauchen Unternehmen daher eine Kombination aus standardisierten Kernprozessen sowie unternehmensspezifischen Abläufen. Moderne BPM-Werkzeuge (Business Process Management) versetzen Geschäftsprozess-Experten in die Lage, individuelle Prozesse rasch zu erstellen und einzusetzen. Für die Technologieplattform Netweaver sind seit Ende 2008 zwei neue Komponenten des Composition Environments (CE) verfügbar: Business Process Management und Business Rules Management. Mit diesen Werkzeugen lassen sich individuelle Prozesse und Geschäftsregeln ohne Programmieraufwand erstellen. Netweaver Business Process Management stellt Anwendern drei Werkzeuge zur Verfügung: Im Process Composer lassen sich Prozesse in einer Eclipse-Entwicklungsumgebung auf Basis der Business Process Modelling Notation (BPMN) grafisch entwerfen und anpassen. Im Enterprise Services Repository sind gebrauchsfertige Webservices von SAP und Drittanbietern hinterlegt. Der Process Server wiederum ist eine auf Java EE basierende Engine, die solche Prozessmodelle ohne Zwischenschritte in Code umsetzt. Als Schnittstelle zu den Abläufen dient schließlich der Process Desk. Dieses Tool erlaubt durch seinen zentralen Zugang zu Aufgaben und interaktiven Bildschirmen den Austausch mit allen beteiligten Prozessinstanzen. Im Netweaver Business Rules Management definieren Mitarbeiter der Fachabteilung die den Prozessen zugrunde liegende Ablauflogik. Sie editieren Entscheidungstabellen, führen Berechnungen durch und wenden das Ergebnis anschließend direkt auf die Prozesse an. Über die durchgängige Benutzeroberfläche im Netweaver Composition Environment können Anwender Regeln und Prozesse unabhängig voneinander pflegen und verändern, ohne dass ein Wechsel zwischen den Tools notwendig ist. Prozessteuerung teilt Aushilfen automatisch Aufgaben zuSpezifische Geschäftsprozesse können beispielsweise die reguläre Personaleinsatzplanung in einem Hotel, Krankenhaus oder Industrieunternehmen ergänzen, wenn kurzfristig Mitarbeiter ausfallen. Meldet sich etwa ein Mitarbeiter über das Firmenportal krank, bekommt der Personalverantwortliche eine Nachricht. Parallel dazu wählt das System mögliches Ersatzpersonal aus. Entsprechend den hinterlegten Regeln enthält das Suchergebnis ausschließlich Personen, die noch nicht für die entsprechende Schicht eingeteilt sind und die auch mit den zusätzlichen Aufgaben die vorgeschriebenen Pausenzeiten einhalten können. Bleibt noch genügend Zeit, erhält der Mitarbeiter eine Anfrage. Ansonsten klärt der Schichtleiter die Verfügbarkeit direkt per Telefon ab. Ist ein Vertreter gefunden, validiert der Personalverantwortliche den Einsatz im System. Am Ende aktualisiert ein Service automatisch den Personaleinsatzplan Fazit: Die serviceorientierte Architektur (SOA) ermöglicht das Zusammenspiel von individuellen Geschäftsprozessen und den vorhandenen Standardanwendungen für die Kernprozesse. Quelle: www.computerzeitung.de
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