![]() |
||||||||
|
21.02.2010
BPM Trend Report 2010: Alle wollen Prozesse managen - doch es mangelt an organisatorischen StrukturenFür große Unternehmen gibt es keine Alternative
zum geschäftsprozessorientierten Management (Business Process Management/ BPM). Entsprechend wollen
die Unternehmen in Zukunft ihre Prozesse definieren, optimieren und messen können, über eine
prozessorientierte IT-Unterstützung und leistungsfähige Steuerungs- und Auswertungsmöglichkeiten
verfügen. Jedoch steckt die Beschreibung der eigenen Abläufe - grundlegend für ein professionelles
BPM - bei einem Großteil der Unternehmen immer noch in den Kinderschuhen. Das zeigt der aktuelle
BPM Trend Report 2010 von Ramco Systems, der in Zusammenarbeit mit der Hamburger
Unternehmensberatung SoftSelect erstellt wurde. Befragt wurden dazu bis Ende 2009 insgesamt 100
Konzerne und große Mittelständler in der gesamten DACH-Region.
Basel, 17.02.2010 - Der Report zeigt auf, dass
zwischen Wunsch und Wirklichkeit in Sachen BPM noch größere Lücken klaffen. Bisher haben fast alle
Befragten prinzipiell schon BPM-Grundlagen geschaffen, indem sie Prozessverantwortliche und
Prozessteams bestimmt haben. Ursache war aber wohl öfters nur eine ISO-Zertifizierung im Rahmen des
Qualitätsmanagements, denn etwa jedes fünfte Unternehmen hat seine Abläufe bisher nur einmal
definiert und visualisiert. Zum professionellen BPM gehört aber die regelmäßige automatisierte
Gestaltung und notfalls Anpassung bzw. Änderung der Geschäftsprozesse, abhängig von der Gesetzes-
oder Marktlage oder der eigenen Strategie. Das machen aber erst gut zwei Drittel der Unternehmen,
die überhaupt Prozesse beschrieben haben.
38 Prozent haben ihre Abläufe allerdings bisher
noch gar nicht dargestellt. Damit befinden sich die meisten Umfrageteilnehmer hinsichtlich
Management, Verfahren, Strategie und Prozessänderung noch auf den unteren der fünf Ebenen des
Business Process Maturity Models, dem internationalen Standard zur BPM Reifegrad-Messung.
Dennoch sehen die Unternehmen sich in Zukunft
prozessorientiert. Langfristig wollen fast alle Befragten vor allem die Prozesseffizienz steigern
(90%).
Fast gleich oft wird jeweils gewünscht, Abläufe
modellieren und optimieren sowie professionell steuern zu können. Im Zusammenhang mit
Prozessoptimierung wird insbesondere das Projektmanagement als wichtigstes Werkzeug angesehen. Eher
schlecht sind die Aussichten für Anbieter von Business Process Outsourcing in der DACH-Region: Nur
für elf Prozent der Befragten kommt später auch ein Auslagern von Geschäftsprozessen in
Frage.
Übergreifend Prozesse gestalten wollen künftig
gut drei Viertel der Unternehmen. Für ebenso viele ist eine konsequent prozessgeleitete Ausrichtung
der gesamten IT ein wichtiges Fernziel. Das ERP-System abzulösen und auf moderner Basis grundlegend
neu aufzubauen steht für den Großteil der Befragten aktuell allerdings nicht auf der Tagesordnung:
nur acht Prozent der Befragten geben ihrem derzeitigen ERP-System insgesamt die Schulnoten „
ausreichend“ oder „mangelhaft“. Weitere 16 Prozent bezeichnen ihr System als „befriedigend“, so
dass in Summe immerhin knapp ein Viertel aller Unternehmen Verbesserungsbedarf sehen.
Ein größerer Schwachpunkt ist offenbar die
Anpassungsfähigkeit der Systeme, die von einem guten Drittel für nur zufriedenstellend bis
suboptimal gehalten wird. Erst 41 Prozent der Teilnehmer verfügen bisher über service-basierte
Unternehmenssoftware. 60 Prozent nutzen Webdienste zur partiellen Überbrückung starrer IT-Systeme.
Von künftigen Systemen erwarten die Unternehmen vor allem, dass sie die Prozesseffizienz verbessern
(96%), deutlich weniger Wartungs- und Pflegekosten verursachen (94%), flexible Anpassungen erlauben
(93%) und weitere Geschäftsanwendungen integrieren können (91%). Auch die Unterstützung von
Web-Services, integrierte Prozessoptimierungswerkzeuge, Skalierbarkeit, Webzugriff auf die
Anwendungen und Plattformunabhängigkeit finden etwa zwei Drittel zukunftswichtig.
Konkret planen 40 Prozent der Befragten, in den
kommenden Monaten ein BPM-Management einzuführen und in SOA zu investieren (36%). Auch in „Planung
und Steuerung“ wollen 42 Prozent der Befragten demnächst investieren. Für 50 Prozent ist allerdings
„Business Intelligence“ die wichtigste Baustelle, also die Etablierung bzw. der Ausbau von
übergreifenden Analyse-, Auswertungs- und Reportingsystemen. Nahezu flächendeckend wird noch Excel
genutzt, während professionelle Tools wie Crystal Reports oder Business Objects erst bei knapp der
Hälfte im Einsatz sind.
Insgesamt betrachtet, ließen sich die Bedarfe gut
über integrierte BPM-Plattformen bzw. sogenannte BPM Suites (inklusive SOA-ERP) abdecken. Mit
solchen Systemen können Prozesse integriert geplant, entworfen, geändert und über integrierte
BI-Instrumente ausgewertet sowie mit SOA-Software unterlegt werden. Doch BPM-Komplettpakete sind
aktuell erst bei 10 Prozent im Einsatz. Sie werden allerdings
von immer mehr Herstellern angeboten und
zunehmend auch von internationalen Analysten wie Gartner fokussiert. Lars Frutig, Geschäftsführer
Marketing & Vertrieb von Ramco Systems in der Schweiz resümiert: „Der BPM Trend Report 2010
zeigt, dass der Bedarf nach ganzheitlichen BPM-Konzepten und integrierten Plattformen weiter
steigt.“
Alle Ergebnisse des “BPM Trend Report 2010“
können unter www.ramco.com oder www.softselect.de kostenfrei angefordert werden.
Zeichenzahl: 5.354 (inkl. Leerzeichen)
Die Herausgeber des BPM Trend Report 2010:
Ramco Systems Ltd.
Mit der modell- und webbasierten Business Process
Platform VirtualWorks™ in Kombination mit über 30 branchenbezogenen ERP-II-Referenzmodellen
unterstützt Ramco mehr als 1.000 Unternehmen in 30 Ländern, ihre Geschäftsprozesse und
Wertschöpfungskette unternehmensübergreifend zu steuern. Ramco Systems wurde 1989 gegründet, ist
börsennotiert und beschäftigt weltweit über 1700 Mitarbeiter in 19 Niederlassungen. Am europäischen
Hauptsitz in Basel arbeiten rund 60 Mitarbeiter für Kunden wie BASF, Rehau GmbH, Swatch AG, HZN AG,
Air Lloyd, ADAC, Triamun AG, Galenica Holding, Aaareholz AG, FlyLAL, Hero, Eidgenössische
Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft und ETA SA. Mit Offshore-Entwicklungszentren und
höchsten Qualitätsstandards nach ISO 9001:2000 sowie SEI CMMi Level 5 ist Ramco in der Lage,
prozessorientierte Softwarelösungen auf Basis modernster Technologien zu einem attraktiven
Preis-/Leistungsverhältnis anzubieten, die den sich ständig ändernden Geschäftsanforderungen
gerecht werden.
Über SoftSelect
Die Hamburger Unternehmensberatung SoftSelect
GmbH hat sich mit ihren Dienstleistungen auf das Umfeld der Informationstechnologie spezialisiert.
Zum Tätigkeitsgebiet gehört neben der Veröffentlichung von Studien und Marktübersichten zu
ausgewählten Softwarethemen sowie dem Management-Consulting vor allem die neutrale Beratung bei der
Auswahl von Geschäftsapplikationen. Hierzu bietet das Unternehmen neben der persönlichen
Durchführung von Beratungsprojekten eine herstellerneutrale Software- und Serviceauswahl mittels
der Matching-Plattform www.softselect.de im Internet an.
Unternehmenskontakt
Ramco Systems Ltd.
Internet: www.ramco.com
trendlux pr GmbH
Internet: www.trendlux.de
Quelle: Ramco Systems Ltd
|
||||||||