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Prozessmanagement - Integrierte Managementmethode  

Prozessmanagement ist eine unternehmenweite, integrierte Managemethode zur zielorientierten Steuerung von Prozessen in Unternehmen. Basis dafür ist die vollständige Aufnahme aller Leistungs-, Unterstützungs- und Führungsprozesse in einem Prozessmodell und deren Gliederung von der obersten Ebene bis hin zu der Arbeitsebene der Prozessaktivitäten. Warum hat Prozessmanagement einen substantiellen Anspruch als Managementmethode in Unternehmen? Mehr als 80% aller Aufgaben lassen sich im Prozessmodell in Prozessen als standardisierte, wiederholbare Abläufe beschreiben. Selbst Projekte bieten mit Hilfe qualitativer Projektschritte und strukturierbarer Meilensteine die Möglichkeit, in Form von Projektprozessen gesteuert zu werden. Entsprechend verbleibt ein kleiner Rest von einmaligen Aufgaben, die mit einem ad-hoc Charakter situativ gelöst werden lösen. 
 
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Dabei kann zwischen den beiden Teilbereichen strategisches und operatives Prozessmanagement unterschieden werden. Beide Bereiche sind als Steuerungskreisläufe zu beschreiben und als Führungsprozesse im Prozessmodell zu integrieren. Ganz im Sinne einer standardisierten Prozessbeschreibung können beide Teilprozesse mit klaren Inputs und Outputs beschrieben werden. Inputs stellen entsprechend den Auslöser für den Prozesstart dar:    
  • Strategisches Prozessmanagement - einerseits als periodischer Startpunkt im Rahmen des Kalenderjahres und andererseits bei vorhandenen Störsignalen aus Prozessen oder abweichend neuen Kundenanforderungen. 
  • Operatives Prozessmanagement - entspricht dem Output des strategischen Prozessmanagement in Form von strategisch konsistenten Prozesszielen und Vorgaben für die Prozessplanung.  

Durch eine konsequente Verknüpfung beider Steuerungskreisläufe wird das klassische Top-down-Problem der Unternehmenssteuerung aufgehoben. Mit Hilfe der Prozessobjekte werden auf beiden Ebenen das Top-Management und auch Prozessmanager im operativen Tagesgeschäft inhaltlich verbunden.
Beispiel: Das strategische Prozessziel der Beschleunigung des Produktentwicklungsprozesses führt in der operativen Planung z.B. zum Aufbau neuer Ressourcen oder dem Einsatz anderer IT-Anwendungen.   

Der integrierte Ansatz von Prozessmanagement beinhaltet gleichzeitig die Berücksichtigung wesentlicher Steuerungsfaktoren wie Prozesszeiten, -kosten und -qualität. Damit wird der parallele Aufbau von weiteren Steuerungssystemen - wie z.B. Qualitätsmanagement - unnötig. Leistungsanforderungen werden in Prozessoutputs in Bezug auf konkrete Kundenanforderungen definiert und durch entsprechende Prozesskennzahlen (z.B. first pass yield) gesteuert.  

Als Klammer zur durchgängigen Steuerung wird der Aufbau von bzw. die Ausrichtung hin zu einem Prozesscontrolling notwendig. Dabei müssen alle bestehenden Controlling-Werkzeuge von der Prozessplanung über das Prozessmonitoring bis hin zur Prozessanalyse und den zugrundeliegende IT-Reportingsystemen angepasst werden. Für die Prozesssteuerung ist ebenfalls die Einführung einer aussagefähigen Prozesskostenrechnung erforderlich. 


Weitere Erläuterungen zu unserem Prozessdenken:  
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